Jürgen Böhms Heimatseiten - Sanskrit

 
Gita Weisheiten

Gita

Gita, 2, 47

कर्मण्येवाधिकारस्ते मा फलेषु कदाचन ।
मा कर्मफलहेतुर्भूर्मा ते सङ्गोऽस्त्वकर्मणि ॥ २-४७ ॥

Denk bei der Tat nur an die Pflicht,
nie an den Lohn als Ziel der Tat

Du hast das Recht, so zu handeln, wie du es für richtig hältst

Dein Recht liegt allein in der Tat selbst, niemals in den Früchten.

Die folgende Übersetzung ist in den beiden letzten Versen
sinnwidrig, sie erinnert an Schiller bringt aber mit "versiegt"
und "wehe" inhaltsfremde Elemente ins Spiel.
Die beiden letzten Verse sind von Gemini, die ersten beiden
von mir. Wie Gemini diese Gedanken "einschmuggeln" konnte und
warum ist ein Rätsel der Computerdichtung.

Du hast ein Recht auf Deine Tat, 
doch auf die Früchte niemals nicht.
Treibt Dich der Lohn versiegt die Kraft,
Doch wehe dem der gar nichts schafft.

Die folgende Übersetzung ist von mir, sie gefällt mir
besser und ist so texttreu wie möglich:

Du hast ein Anrecht auf die Tat,
doch auf die Früchte aber nie.
Früchte sei'n nicht der Grund der Tat
doch gib das Tuen niemals auf.

Kleine Randbemerkung: Gibt man diesen Text bei der Google Suche ein
so findet Gemini sofort Gita 2,47 und sagt der Text wäre "aus dem Internet",
der Autor wäre "modern" kann ihn aber nicht nennen.

oder noch besser

Du hast ein Recht auf Deine Tat,
doch auf die Früchte niemals nicht.
mach nicht die Frucht zum Grund der Tat,
doch ende auch das Tuen nicht.

Die folgende Übersetzung stammt von Leopold von Schroeder

Auf das Werk nur hast du Rechte,
Doch auf dessen Früchte nie!
Such’ im Werk nicht deinen Lohn nicht,
Doch dem Werk entzieh’ dich nie!“
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Weisheiten

अयं निजः परो वेति गणना लघुचेतसाम्।
उदारचरितानां तु वसुधैव कुटुम्बकम्॥

ayam: dieses
nija: mir, eigen, angehörig
paro: verglichen mit
veti: von vi: Teilung, Unterscheidung, Trennung
gaNana: zählen(d), rechnen(d)
laghu: leicht
cetasam: Geist, Herz

udaracaaritaanam
udara: nobel
ritanaam: Weise
tu: aber
vasudhaiva: Erde, die Erde selbst
kuTumbakam: Familie

Bedeutung:
 Zwischen „das ist meins“ und „das gehört anderen“ unterscheiden nur engstirnige Menschen. 
 Großzügige und offene Menschen sehen die ganze Welt als eine Familie.

विद्या ददाति विनयं विनयाद् याति पात्रताम्।
पात्रत्वाद्धनमाप्नोति धनाद्धर्मं ततः सुखम्॥

Zum leichteren Rezitieren in lateinischer Schrift:

vidyaa dadaati vinayam vinayaad yaati paatrataam
paatratva addhanama apnoti dhanaaddharma tataha sukham 

Bescheidenheit des Wissens Kind
sie zeugt sogleich die Würdigkeit.
Aus Würdigkeit das Wohlsein wächst
und daraus die Zufriedenheit.

Bescheidenheit des Wissens Kind
sie zeugt sogleich die Würdigkeit.
Aus Würdigkeit Wohlsein entspringt
und daraus die Zufriedenheit.


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